PROGRAMMHEFT
Samstag, 13. August · 22.00 Uhr
Kreuzgang des Klosters von Santo Domingo
SOLISTEN DER TSCHECHISCHEN PHILHARMONIE
JIŘÍ VODIČKA, künstlerischer Leiter
JUDITH JÁUREGUI, Klavier

Schon immer war es unser Anliegen, dass das Festival als Plattform junger spanischer Talente dient, die internationale Bekanntheit erlangen. Dies ist bei der baskischen Pianistin Judith Jáuregui, die auf den weltweiten Bühnen zunehmend bejubelt wird, der Fall. Für ihren Auftritt in Pollença vereinen wir sie mit einem der bedeutendsten europäischen Orchestern: der Tschechischen Philharmonie. Wir hoffen bzw. sind uns sicher, dass das Konzert eine Überraschung und bemerkenswerte Entdeckung wird.

PROGRAMM


Erster Teil

Walzer 1 und 4, Op. 54, von Antonín Dvořák

Konzert für Klavier in a-Moll, MWV O 2, von Felix Mendelssohn

Allegro – Adagio – Finale. Allegro ma non troppo

Zweiter Teil

Slawische Tänze, op. 46, von Antonín Dvořák

1 - Presto (in C-Dur) - Furiant
2 - Allegretto scherzando (in e-Moll) – Dumka
3 - Poco allegro (in As-Dur) - Polka
4 - Tempo di minuetto (in F-Dur) - Sousedská
5 - Allegro vivace (in A-Dur) - Skočná
6 - Allegretto scherzando (in D-Dur) - Sousedská
7 - Allegro assai (in c-Moll) - Skočná
8 - Presto (in g-Moll) - Furiant

Voraussichtliche Dauer: 1 Std. und 50 Min. (einschließlich 15 Minuten Pause)



MUSIKER


Violinen:
Jiří Vodička, Otakar Bartoš, Milan Vavřínek, Helena Skopová,
Ondřej Skopový, Václav Prudil, Petra Brabcová

Violas:
Jaroslav Pondělíček, Jan Šimon

Violoncellos:
František Host, Josef Špaček

Kontrabass:
Petr Ries

Photo Judith Jáuregui
Judith Jáuregui

Judith Jáuregui wurde von der Kritik als brillante, elegante und persönliche Künstlerin gepriesen und ist zu einer der angesehensten Figuren der spanischen Musik geworden.   

1985 in San Sebastián geboren, begann sie ihr Studium am Konservatorium ihrer Geburtsstadt, in dem sich ihr Talent sehr bald herausstellte – bereits mit elf Jahren debütierte sie mit einem Solokonzert. Ihre Ausbildung vervollständigte sie zuerst mit Claudio Martínez-Mehner und später mit Vadim Suchanov. Ferner erhielt sie Ratschläge von so bedeutenden Figuren wie Elisso Virsaladze, Vitaly Margulis, Philippe Entremont, Boris Berman oder Joaquín Achúcarro.

In den vergangenen Jahren wurde sie auf die wichtigsten spanischen Bühnen eingeladen. Im sinfonischen Bereich hat sie unter anderem mit dem Spanischen Nationalorchester, dem Orchester der Autonomen Gemeinschaft Madrid (Orquesta de la Comunidad de Madrid), dem Sinfonieorchester von Kastillien-León (Sinfónica de Castilla y León), dem Orquesta Sinfónica de Euskadi, dem Münchener Kammerorchester, dem „Neuen Orchester“, dem Sinfonieorchester Aarhus, der Slowakischen Sinfonietta Zilina und dem Orquesta Simón Bolívar aus Venezuela zusammengearbeitet. Darüber hinaus hatte sie die Möglichkeit mit führenden Dirigenten wie Andrey Boreyko, Günter Neuhold, Diego Matheuz, Marc Soustrot, Alexander Liebreich, Kaspar Zehnder, Víctor Pablo Pérez, Jaime Martín, Christoph Spering, Oliver Dohnányi und Lorenz Nasturica zu arbeiten. Gleichermaßen erwähnenswert ist ihre jüngste Tour durch China, bei der sie im Nationalen Zentrum für Darstellende Künste in Peking, im Opernhaus Guangzhou und im Shanghai Grand Theater auftrat.    

Ihre letzte Aufnahme, Aura, mit Musik von Liszt, Debussy und Mompou, stieß bereits auf viel positive Resonanz. Diesem Erfolg ging ein erstes, Schumann gewidmetes Album voraus, das bei den Premios de la Música Independiente als bestes Album klassischer Musik ausgezeichnet wurde. Ihr nächstes Album wird im Herbst 2016 veröffentlicht und umfasst Werke von Chopin, Szymanovski und Scriabin.

Zu ihrer nächsten Tätigkeit gehören ihr Wirken beim prestigeträchtigen Schweizer Festival Murten Classics sowie ihre Debuttournee durch Japan zusammen mit dem Spanischen Nationalorchester, gefolgt von einem Solokonzert in der Kulturstiftung Musashino aus Tokio.

Ferner sind in der Saison 2015/16 ihre Konzerte in diversen europäischen Städten wie Angoulême (Festival Piano en Valois, Frankreich), Bayonne (Festival Cotê Basque, Frankreich), Budapest (Franz-Liszt-Musikakademie, Ungarn) oder Brüssel (Instituto Cervantes, Belgien) und weiteren spanischen Bühnen sowie mit der Sociedad Filarmónica aus Valencia, auf dem Festival Musika-Música in Bilbao und dem Teatro de la Maestranza in Sevilla hervorzuheben.
Photo Solisten der Tschechischen Philharmonie
Solisten der Tschechischen Philharmonie

Das Orchester entstand 1996 auf der Grundlage des Sextetts der Tschechischen Philharmonie und wurde um die angesehensten Mitglieder der Philharmonie erweitert. Angeführt wird es vom Konzertmeister der Tschechischen Philharmonie, dem herausragenden Violinisten Jiří Vodička. Unter den weiteren Mitgliedern sind der Dirigent der Violoncellos, František Host, und der Dirigent der Violas, Jaroslav Pondělíček, hervorzuheben, die beide zu den besten Musikern der Tschechischen Philharmonie zählen.  

Das Repertoire der Solisten der Tschechischen Philharmonie umfasst Werke, die vom Barock bis zur zeitgenössischen Komposition reichen. Die Formation setzt sich zum Ziel, tschechische Musik für Kammerorchester zu fördern, interpretiert aber auch klassische Werke, die speziell für sie arrangiert sind.

Das Orchester hat weltweit viele Konzerte gespielt, unter denen unter anderem ihre Tourneen durch Südamerika, Spanien, Japan, Deutschland und die Schweiz zu erwähnen sind, und genießt in der Zwischenzeit den Respekt und die Anerkennung sowohl der Kritiker als auch des Publikums aller Breitengrade.
Photo Jiří Vodička
Jiří Vodička

Jiří Vodička ist einer der angesehensten tschechischen  Violinisten. Im jungen Alter gewann er einige Wettbewerbe, die ihn unter seinen Konkurrenten herausstechen ließen. Im Jahre 2000 gewann er den Kocian-Geigenwettbewerb, den Prague Junior Note und den Čírenie Talentov. 2002 gewann er den ersten Preis beim Internationalen Geigenwettbewerb in Hradec Králové und einen Sonderpreis für den besten Teilnehmer der Meisterklassen von Václav Hudeček. 2004 gewann er den ersten Preis beim Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerb in Weimar. 

Mit 14 Jahren wurde er an der Fakultät für Kunst der Universität Ostrava angenommen und nahm am Unterricht des angesehenen Professors Zdeněk Gola teil. Seit 2007 arbeitet er an seiner Karriere als Solist in Zusammenarbeit mit großen tschechischen Pianisten: Martin Kašík, Adam Skoumal und Lukáš Vondráček. Seit 2010 ist er Geigenlehrer im Prager Konservatorium.  

Jiří Vodička ist fester Solist des Philharmonieorchesters Janáček. Er tritt regelmäßig mit der Prager Kammerphilharmonie, dem Prager Symphonieorchester, dem Tschechischen Kammerorchester und dem Orchester des Nationaltheaters sowie weiteren Orchestern auf. Viele seiner Konzerte wurden vom Tschechischen Fernsehen und vom Tschechischen Rundfunk aufgenommen. 

Im Jahre 2008 setzte sich Jiří Vodička gegen hunderte Instrumentalisten aus aller Welt durch und gewann mit 20 Jahren den ersten Preis beim renommierten Wettbewerb Young Concert Artist in Leipzig. Der Sieg brachte ihn 2009 zum Finale nach New York, wo er den zweiten Platz belegte.  

Jiří Vodička wird regelmäßig zu angesehenen Musikfestivals eingeladen, wie zum Beispiel Prager Frühling, Festival Junges Prag, Grand Festival of China, Hohenloher Kultursommer, Choriner Musiksommer und, auf Einladung von Gidon Kremer, zum Lockenhaus Kammermusikfest.

Jiří Vodička spielt eine italienische Geige, die 1779 von Giovanni Battista Guadagnini in Turin hergestellt wurde und ihm freundlicherweise von Florian Leonhard Fine Violins (London) zur Verfügung gestellt wird.