PROGRAMMHEFT
Vom 16. Juli bis zum 9. Oktober
Eröffnung: Samstag, 16. Juli, um 20.30 Uhr
Kirche des Konvents Santo Domingo

Montag und von Mittwoch bis Samstag:
von 11.00 bis 13.30 Uhr und von 18.00 bis 22.00 Uhr
Sonntag: von 10.00 bis 13.30 Uhr
Dienstag und an Feiertagen: geschlossen
Ausstellung

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WANG DU, Künstler

Eintritt Frei

Die Ausstellung der Werke des chinesischen Künstlers Wang Du ist von hohem künstlerischen Wert und wird von der Galerie Baronian aus Brüssel präsentiert. Der renommierte Künstler der heutigen zeitgenössischen Szene arbeitet in Paris und gilt als einer der vielversprechendsten chinesischen Künstler, mit zahlreichen Ausstellungen rund um den Globus. Viele seiner Werke sind in Museen ausgestellt oder gehören zu privaten oder öffentlichen Sammlungen.




Über die Kunst drückt Wang Du seine deutliche Kritik an der Hegemonie der Massenmedien aus. Er kritisiert sowohl den mächtigen Einfluss, den die Medien auf unsere Gesellschaft und die Wirtschaft ausüben, sowie die Machtstellung, die ihnen in der Politik zufällt. Die Kunstwerke von Wang Du beginnen mit der Kritik, indem sie die pragmatischen Aspekte des Mechanismus der Medien auflisten.

1994 entschied er sich, seine Botschaft anhand von Skulpturen auszudrücken. Für die Kunstwerke, häufig von überdimensionaler Größe, sucht er Bilder von banalen Ereignissen oder Persönlichkeiten in Zeitungen und Zeitschriften, um daraus mehr oder weniger ernste Statuen zu machen, die oft monumental sind. Auf diese Weise verdeutlicht er die am meisten akzeptierten sozialen Werte, die oft auf die Manipulation der Massenmedienzurückzuführen sind, was häufig ein verständnisvolles Lächeln bei den Besuchern hervorruft. Die Kunstwerke drücken ganz deutlich eine heftige Kritik an den Medien und ihrer Hegemonialmacht in der heutigen Gesellschaft aus.

Auch wenn die Werke von Wang Du ganz offene Kritik ausstrahlen, sind sie gleichzeitig lustig und anregend für das Auge, sowohl in Bezug auf die Inhalte — besonders die Bilder, die er in der Medienwelt für seine Collagen aussucht — als auch in Bezug auf die Formen — die Skulpturen, die Größe, die Verteilung im Ausstellungsraum usw. In dieser Spannung zwischen Provokation und Spaß spüren wir ein klares Misstrauen der künstlichen Beziehungen zwischen den Bildern und deren Aussage, da sie mit der Absicht von den Medien verbreitet wurden, ihre hegemoniale Macht auszuüben. Dieses Misstrauen offenbart eine klare provokative und avantgardistische Stellungnahme, die garantiert nicht als „politisch korrekt“ eingestuft werden kann.1


1/ Auszug aus dem Text von Hou Hanru, der im Katalog Wang Du Magazine mit dem Titel Je veux être un média auf Seite 13 veröffentlicht wurde.

Foto Wang Du
Wang Du

Wuhan, China, 1956

Er wurde in Wuhan geboren, in der Provinz Hubei (Volksrepublik China), und studierte an der Guangzhou Academy of Fine Arts.  

Er war Professor der Architekturabteilung der Polytechnischen Universität Südchina, bis er im Jahre 1989 im Anschluss an die Geschehnisse  auf dem Tian’anmen-Platz festgenommen und eingesperrt (fast ein Jahr lang) wurde. Nach seiner Freilassung emigrierte er, ohne Perspektive der Besserung im Land, nach Paris, wo er seit 1990 lebt. 

Bereits in Paris und endlich frei, entwickelte er einen eigenen Stil, der seinen Weg in Museen und Galerien der ganzen Welt fand – vor allem seine überdimensionierten Werke sind bekannt. Er schafft Skulpturen und Installationen, mit denen er die Massenmedien kritisiert, indem er feststellt, das die Realität der Medien und die Bilder, die unsere Gesellschaft überschwemmen, über die Realität hinausgehen. 

Er hat Einzelausstellungen verwirklicht und an kollektiven Ausstellungen in Museen und Kunstgalerien aus Belgien, China, Frankreich, Deutschland, Italien, der Schweiz, Holland, Irland, Brasilien, den Vereinigten Staaten, der Türkei und Japan teilgenommen. 

Auswahl an Einzelausstellungen:

• Armory Show. New York, USA.  
• Biennal Foundation, Südkorea
• Skulpturensammlung Viersen, Viersen, Deutschland.
• Centre Georges Pompidou, Museu Nacional d’Art Modern, Paris
• Ullens Center for Contemporary Art Peking, China
• MuKHA, Antwerpen, Belgien
• Musée des Beaux-Arts de Metz, Frankreich
• FNAC - Fond National d’Art Contemporain, Frankreich
• Kestnergesellschaft Hannover, Deutschland
• Vancouver Art Gallery, Kanada
• Yerba Buena Center for the Arts, San Francisco, USA. 
• FRAC - Fond Régional d’Art Contemporain Rhône-Alpes, Frankreich
• IAC - Institut d’Art Contemporain, Villeurbanne, Frankreich
• Museum von Monaco
• Museum of Contemporary Art, Chicago, USA.